Die optimale Gesichtspflege für die Haut ab 60

Text von Gesichtspflege.net Redaktion | 04.02.2019

Spätestens mit 60 machen sich unweigerlich die Zeichen der Hautalterung bemerkbar. Deine Haut ist jetzt deutlich trockener, anspruchsvoller und oft auch empfindlicher als früher, Falter und Linien werden tiefer. Auch Spannungsgefühle und Juckreiz sind jetzt gar nicht selten. Umso wichtiger ist nun die richtige Pflege. 

Was soll die Gesichtspflege ab 60 bewirken?

Mit zunehmendem Alter wird Deine Haut dünner und die Kollagenproduktion in der Dermis nimmt kontinuierlich ab. Dies ist ein vollkommen natürlicher Prozess, der sich grundsätzlich auch nicht verhindern lässt. Eines der Hauptprobleme ist jetzt der Feuchtigkeitsverlust, denn auch die Zahl der Talgdrüsen geht zurück, was wiederum zu einem Rückgang der Lipid-Produktion führt. Lipide sind jedoch für die Bindung von Feuchtigkeit verantwortlich, sie halten die Haut geschmeidig und bilden eine Art Schutzbarriere gegen Umwelteinflüsse, Keime und Bakterien. Werden weniger Lipide produziert, wird die Haut rauer und trockener. Gleichzeitig verliert reife Haut die Fähigkeit zur Feuchtigkeitsspeicherung. Mit der richtigen Gesichtspflege kannst Du Deiner Haut im Idealfall die fehlende Feuchtigkeit zuführen, so dass sie auch mit 60 noch prall und vital aussieht. 

Die Gesichtsreinigung der reifen Haut

Was in jungen Jahren gilt, hat auch für reife Haut Gültigkeit: Eine sorgfältige Reinigung ist die Grundlage jeder guten Gesichtspflege. Sie sollte in Deiner morgendlichen und abendlichen Pflegeroutine auf keinen Fall fehlen.

Warum ein Reinigungsöl für die Haut ab 60?

Reinigungsöl Haut ab 60

Bei der Gesichtsreinigung solltest Du unbedingt darauf achten, dass die verwendeten Reinigungsprodukte möglichst sanft sind und Deine Haut nicht übermäßig entfetten. Reinigungsöl ist jetzt eine gute Wahl, denn es befreit die Haut gründlich von Verschmutzungen und Make-up-Resten, trocknet sie aber nicht aus. Die im Reinigungsöl enthaltenen Inhaltstoffe, zu denen unter anderem Mandelöl, Olivenöl und Avocadoöl zählen können, tragen zur Unterstützung der natürlichen Rückfettung bei, ohne dass sich Deine Haut anschließend ölig anfühlt. Reinigungsöl hat oft eine milchig-cremige bis sahnige Konsistenz und ist in der Regel seifenfrei. Häufig wirkt die Haut schon nach der Reinigung weicher und samtiger. 

Auch ein Reinigungsschaum ist optimal

Reinigungsschaum ist in der Flasche noch flüssig und entwickelt erst beim Entnehmen die schaumige Konsistenz. Er eignet sich für reife Haut, da er, ähnlich wie Reinigungsöl, sehr sanft und dennoch gründlich reinigt. Außerdem kann er Deine Haut gleich bei der Reinigung mit hochwertigen Pflegestoffen verwöhnen. Je nach Zusammensetzung trägt der Schaum auch zur Unterstützung der Hautregeneration und zur Bewahrung der Feuchtigkeit bei. Typische (natürliche) Inhaltsstoffe sind beispielsweise Mango- und Pfirsich-Extrakt.

Eine Reinigungsmilch für die gründliche Hautreinigung ab 60

Bei einer Reinigungsmilch handelt es sich in der Regel um eine milde Öl-Wasser-Mischung, wobei der Ölanteil aber deutlich überwiegt. Sie ist für ihre gute Hautverträglichkeit bekannt und ermöglicht Dir eine optimale Gesichtsreinigung. Dank der leicht rückfettenden Wirkung kann ein zu starkes Austrocknen der Haut verhindert werden. Reinigungsmilch hinterlässt üblicherweise ein sehr geschmeidiges Hautgefühl. 

Die Gesichtspflege mit einer Hautcreme ab 60

Nach der Gesichtsreinigung folgt die eigentliche Pflege Deiner Haut. Auch hier solltest Du sorgfältig auf die Auswahl Deiner Produkte achten.

Eine reichhaltige Tagescreme ist die beste Wahl

Eine reichhaltige Tagescreme kann die Haut mit Feuchtigkeit versorgen, bestehende Falten reduzieren und die Entstehung neuer Zeichen der Hautalterung verlangsamen. Sie besitzt in der Regel sowohl feuchtigkeitsspendende als auch feuchtigskeitsbewahrende Inhaltsstoffe und wird oft mit speziellen Anti-Aging-Stoffen angereichert. Meist eignet sie sich problemlos als Basis für Dein Make-up. Obwohl Tagescremes für reife Haut üblicherweise bereits sehr reichhaltig sind, solltest Du sie jedoch nicht für die Nacht verwenden. 

Auch eine reichhaltige Nachtcreme hilft der Haut ab 60

In der Nacht ist Dein Körper mit Regeneration beschäftigt: Das betrifft auch Deine Haut. Gerade ab 60 freut er sich dabei über Unterstützung, die Du ihm in Form einer guten Nachtcreme schenken kannst. Die Anwendung einer reichhaltigen Nachtcreme mit nährenden Inhaltsstoffen wird aber auch deshalb als sinnvoll angesehen, weil die Haut nachts für Pflegestoffe viel aufnahmefähiger ist. Die Creme kann die natürliche Regeneration Deiner Haut also durchaus beschleunigen und optimieren, sie sollte daher über eine perfekt auf den reifen Teint abgestimmte Zusammensetzung verfügen. 

Extra Feuchtigkeit mit einem Serum oder Ampullen

Ganz egal, ob Tages- oder Nachtcreme, eine Creme allein kann die Anforderungen an die Gesichtspflege ab 60 meist nicht vollständig erfüllen. Mit einem speziellen Serum, einem Pflege-Boost oder einer Ampulle kannst Du Deiner Haut eine Extraportion Feuchtigkeit schenken. Bei diesen Produkten sind die Inhaltsstoffe in der Regel sehr hoch konzentriert, so dass oft nur wenige Tropfen aufgetragen werden müssen. In vielen Seren für reife Haut sind auch Antioxidantien enthalten, die Deine Haut vor den gefährlichen freien Radikalen schützen können. Dank feuchtigkeitsspendender Inhaltsstoffe tragen die Konzentrate im besten Fall sogar zur Aufpolsterung von Trockenheitsfältchen bei.

Warum Öle und Fette besonders wichtig sind

Wenn die äußere Hornschicht der Haut ausreichend Fett enthält, wird deutlich weniger Feuchtigkeit verdunstet als als bei einer zu fettarmen und somit „undichten“ Hautbarriere. Die Wiederherstellung des Hydrolipidfilms ist daher einer der wichtigsten Aspekte der Gesichtspflege ab 60. Ohne den erforderlichen Fettgehalt wird Deine Haut mit der Zeit immer trockener, rauer und spröder. Im schlimmsten Fall kann sie sogar schuppen, knitterig werden oder einreißen. Pflegeprodukte für die Haut ab 60 enthalten mehr Fette und Öle als Produkte für jüngere und von Natur aus fettigere Haut und werden den besonderen Ansprüchen reifer Haut somit besser gerecht. 

Welche Produkte sollten nicht zur Gesichtspflege ab 60 gehören?

Alkohol, ätherische Öle und Erden sollten in der Gesichtspflege für reife Haut ab 60 nichts zu suchen haben, denn solche Inhaltsstoffe trocknen die Haut zusätzlich aus. Stattdessen empfehlen sich beispielsweise milde pflanzliche Öle, Vitamine sowie Hyaluronsäure.

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